Wer „Elektro Dirt Bike“ googelt, findet vor allem Elektro-Motorräder: rund 60 kg schwere Maschinen ohne Pedale, gebaut für die Offroad-Strecke. Das ONSRA VANDAL ist etwas anderes. Es ist ein E-Dirt-Bike mit Pedalen: ein 16,8 kg leichter Dirt-Jump-Rahmen aus Chromoly mit einem Akku, den man nicht sieht, einem Motor mit Drehmomentsensor und einer Grösse, die in den Kofferraum passt.
In diesem Beitrag geht es um drei Dinge, die das VANDAL anders machen: den versteckten Akku, ein Design, das wir komplett selbst entwickelt haben, und wie klein und einfach zu transportieren es ist. Ausserdem vergleichen wir es ehrlich mit E-Dirt-Bikes im Stil von Sur-Ron und Talaria, damit du weisst, welche Art von Fahrzeug du eigentlich suchst. Das komplette Datenblatt, den Zusatzakku und alle Fahrvideos findest du in unserem VANDAL E-Bike Überblick.
Kurz gesagt: Das VANDAL ist ein Elektro-Dirt-Jump-Bike mit Tretunterstützung, kein E-Motorrad. Es versteckt einen 360-Wh-Akku in einem schlanken Chromoly-Rahmen, wiegt 16,8 kg und passt laut Fabian „in jedes Auto“. Kein anderes Elektro-Dirt-Bike ist so gebaut.

Ein Akku, den man nicht sieht
Bei den meisten E-Bikes siehst du den Akku sofort. Entweder ist er aussen am Rahmen verschraubt, oder das Unterrohr ist so dick gebaut, dass er hineinpasst. Das VANDAL behält die schlanken Rohre eines Dirt-Jump-Bikes, und der Akku verschwindet trotzdem.
Der Hauptakku ist ein langer, schmaler 36-V-Akku mit 360 Wh (10 Ah), der im Unterrohr sitzt. Beim Serienbike laufen auch die Kabel im Rahmen. Von aussen sieht man nur ein normales Dirt-Jump-Bike: Rahmen, Gabel, 26-Zoll-Laufräder, eine einzelne Kette.
Das merkt man beim Fahren und auf der Strasse:
- Niemand merkt, dass es elektrisch ist. Fabian hört immer wieder die Frage: „Ist das wirklich ein E-Bike?“ Als YouTuber Gareth Dix das fertige Bike zum ersten Mal sah, meinte er: „Nichts daran sieht nach E-Bike aus … ziemlich unauffällig.“
- Das Gewicht liegt tief und zentral. Der Akku steckt im Unterrohr, nicht auf einem Gepäckträger oder oben am Rahmen.
- Nichts steht ab. Kein Akkukasten, der an die Knie, ans Gepäck im Auto oder an die Kante einer Rampe stösst.
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So sieht der interne Akku ausserhalb des Rahmens aus: ein langes Rohr mit der Controllerbox an einem Ende. Er ist exklusiv für das VANDAL gebaut, und falls du je einen brauchst, gibt es ihn als Ersatz-Akku. Mit dem mitgelieferten 2-A-Ladegerät ist er in rund 4,5 Stunden wieder voll.
Optional: ein zweiter Akku in Flaschenform
Wenn du mehr Reichweite willst, bringt der VANDAL Flaschen-Akku zusätzliche 252 Wh (7 Ah) am Flaschenhalter-Mount. Zusammen mit dem internen Akku sind das 612 Wh. Laut Produktseite übernimmt der Flaschen-Akku, sobald der interne Akku unter 20 % fällt. Du kannst ihn auch abnehmen und in der Wohnung laden, genau dafür haben wir ihn gemacht. Manche Fahrer haben dort, wo das Bike steht, keine Steckdose. Sie nehmen laut Fabian „einfach den zweiten Akku raus“ und laden ihn drinnen. Du kannst das VANDAL direkt damit bestellen (Version Extended Range) oder ihn später nachrüsten.

Warum kein anderes Elektro-Dirt-Bike so gebaut ist
Das VANDAL basiert nicht auf einem Katalograhmen. „Wir wollten etwas bauen, das sonst niemand hat, das es noch gar nicht gibt“, erklärt Fabian im Video unten. Das hiess: eigener Rahmen, eigene Form. Alle Kabel durch den Rahmen zu führen, hatte unsere Fabrik so noch nie gemacht. Darum hatten die ersten Prototypen noch Kabel aussen und den Flaschen-Akku oben auf dem Rahmen. Am Serienbike hat sich viel verändert: Kabel im Rahmen, der Flaschen-Akku weiter unten, wo er nicht mehr stört, ein 36er- statt 32er-Kettenblatt, damit du nicht so schnell treten musst, gelaserte Logos statt Aufkleber und eine Sattelklemme mit Schnellspanner.
Herausgekommen ist das, was Fabian einen „Lowrider-Dirt-Bike-Cruiser, mit dem du Tricks machen kannst“ nennt. In seinen Worten: „Es sieht aus wie kein anderes Bike auf dem Markt.“
So sieht die Kombination auf dem Papier aus:
- Chromoly-Rahmen. Stahlrohre mit der Stabilität eines Dirt-Jump-Bikes, ohne unnötiges Gewicht.
- Versteckter 360-Wh-Akku im Unterrohr, dazu optional ein 252-Wh-Flaschen-Akku.
- Bafang-Motor mit Drehmomentsensor. Er misst, wie stark du in die Pedale trittst, und passt die Unterstützung an. Es fährt sich also wie ein Bike, nur kräftiger. Das LCD-Display hat 4 Stufen, dazu kommt eine Schiebehilfe.
- Dirt-Jump-Komponenten. 80-mm-Federgabel mit mechanischem Lockout, hydraulische Bremsen, MAXXIS DTH 26" auf Star-Felgen.
- 16,8 kg Gesamtgewicht bei einer maximalen Zuladung von 130 kg.
Klein genug fürs Auto, gross genug zum Treten
Der dritte Punkt, den Fabian am VANDAL hervorhebt, ist die Grösse. Es ist bewusst kompakt. „Es fühlt sich klein an, und genau das war die Idee“, sagt er, „aber nicht zu klein. Bei einem BMX-artigen Bike ist alles so klein, dass du die Pedale kaum noch richtig benutzen kannst.“ Das VANDAL liegt genau dazwischen: kleiner und leichter als ein normales E-Bike, aber mit einer Sitzhöhe von 430 bis 650 mm (210 mm Verstellbereich der Sattelstütze), damit auch längere Touren gehen. Fabian ist 1,75 m gross und fährt den Sattel gern ganz unten, im Cruiser-Stil. Grössere Fahrer stellen ihn einfach höher.
Genau diese kompakte Grösse macht das VANDAL so einfach mitzunehmen. Fabian sagt: „Es passt in jedes Auto. Du brauchst nicht mal einen Veloträger.“ Jeder Kofferraum ist anders, also miss deinen kurz nach. Diese Tipps helfen:
- Sattel runter. Mit dem Schnellspanner ist der Sattel in Sekunden unten.
- Flaschen-Akku abnehmen, falls du einen hast, und so verstauen, dass er nicht herumrutscht.
- Lenker querstellen und das Bike auf eine Decke legen, Kettenseite nach oben.
- Sitze umklappen und Vorderrad ausbauen, wenn es eng wird. Ohne Vorderrad wird das VANDAL kürzer, und mit umgeklappter Rückbank hast du deutlich mehr Platz. Bei sehr kleinen Autos wie einem Smart solltest du vorher nachmessen.
- Am Rahmen anheben. Mit 16,8 kg schafft das eine Person allein. Wieder auf dem Boden hilft dir die Schiebehilfe auf Rampen oder aus dem Parkhaus.
Kein Träger, kein Anhänger, kein Bus. Genau darum geht es: ins Auto laden, zum Pumptrack, an den See oder zum Trail fahren und losfahren.

VANDAL vs. E-Dirt-Bikes wie Sur-Ron und Talaria
Wer ein Elektro-Dirt-Bike sucht, meint oft ein Sur-Ron oder ein Talaria. Das sind tolle Maschinen, aber eine andere Kategorie: Elektro-Offroad-Motorräder. So schneiden sie im Vergleich mit dem VANDAL ab, basierend auf den veröffentlichten Herstellerangaben.
| ONSRA VANDAL | Sur-Ron Light Bee X (2026) | Talaria Sting R MX4 | |
|---|---|---|---|
| Typ | E-Dirt-Jump-Bike mit Tretunterstützung | Elektro-Offroad-Motorrad | Elektro-Offroad-Motorrad |
| Pedale | Ja, mit Drehmomentsensor | Nein | Nein |
| Gewicht | 16,8 kg | 59 kg (fahrbereit) | 66 kg (inkl. Akku) |
| Motor | 350 W max. (Europa: 250 W) | 10 kW max. | 8 kW Spitze |
| Höchstgeschwindigkeit | 32 km/h (Europa: 25 km/h) | 80 km/h | 85 km/h |
| Akku | 360 Wh, im Rahmen versteckt (+ optional 252 Wh) | 72 V 35 Ah (2,5 kWh) | 60 V 45 Ah (2,7 kWh) |
| Sitzhöhe | 430–650 mm | 830 mm | 840 mm |
| Länge | Velogrösse | 1850 mm | 1880 mm |
Angaben zu Sur-Ron und Talaria aus den veröffentlichten Herstellerdaten (Oktober 2026). ONSRA verkauft keine der beiden Marken.
Was das in der Praxis heisst:
- Wenn du Motocross-Tempo und lange Federwege willst, ist ein E-Motorrad das richtige Werkzeug. Dazu kommen aber auch Gewicht, Grösse und für die Strasse die Formalitäten eines Motorrads. Sur-Ron etwa führt das Light Bee X als Offroad-Modell und verkauft eine separate Version mit Strassenzulassung.
- Wenn du von der Haustür zum Pumptrack, durch die Stadt und auf den Trail willst und das Bike danach ins Auto legst, passt das VANDAL besser. Es wiegt weniger als ein Drittel, du trittst es wie ein Velo, und in Europa kommt es als E-Bike mit Tretunterstützung.
Kurz zu den Regeln
Das europäische VANDAL hat einen 250-W-Motor, Unterstützung bis 25 km/h und keinen montierten Gasgriff (der Gasgriff ist separat erhältlich). Das entspricht den üblichen EU-Grenzen für E-Bikes mit Tretunterstützung. Ausserhalb Europas hat das Standard-VANDAL 350 W max., 32 km/h und einen Gasgriff. Wer den Gasgriff montiert oder mit der 32-km/h-Einstellung fährt, kann damit die Einstufung des Bikes ändern, und die Regeln sind von Land zu Land verschieden, in der Schweiz teils auch von Kanton zu Kanton. Prüf die Vorschriften bei dir, bevor du auf öffentlichen Strassen fährst, und fahr Pumptracks und Jump Lines nur dort, wo es erlaubt ist.
Für wen das VANDAL ist (und für wen nicht)
Das VANDAL ist für alle, die ein leichtes, gut aussehendes E-Bike wollen, das überall Spass macht: Wheelies, Pumptrack, durch die Stadt cruisen, kleine Sprünge und Schotterwege. Es ist auch ein super Einstieg ins Dirt Jumping. Nach einem Vormittag im Dirt-Jump-Park war Pro-Rider Josh überhaupt nicht müde und nannte es „ein super Bike für den Einstieg, wenn du in die Dirt-Jump-Welt willst“.
Ehrlich gesagt: Fahrer, die oft und gross springen, würden eine stabilere Gabel einbauen. Die 80-mm-Seriengabel mit Lockout ist für Stadt, Pumptrack und kleinere Sprünge gemacht. Und wer mit 80 km/h über die Motocross-Strecke will, braucht ein E-Motorrad, kein Velo.
Fazit
Es gibt viele Elektro-Dirt-Bikes und viele E-Bikes. Das VANDAL liegt genau dazwischen: ein Dirt-Jump-Bike mit Pedalen, ein 360-Wh-Akku versteckt in einem schlanken Chromoly-Rahmen und 16,8 kg, die ohne Träger ins Auto passen. Darum sagen wir: Kein anderes Elektro-Dirt-Bike ist so gebaut.
Entdecke das VANDAL oder teste es in unserem Flagship-Store in der Schweiz.
Häufige Fragen
Ist das ONSRA VANDAL ein Elektro-Dirt-Bike oder ein E-Bike?
Es ist ein Elektro-Dirt-Jump-Bike mit Pedalen, technisch also ein E-Bike. Ein Bafang-Motor mit Drehmomentsensor unterstützt dich beim Treten. Es ist kein Elektro-Motorrad wie ein Sur-Ron oder Talaria, die keine Pedale haben und 59 bis 66 kg wiegen.
Wo ist der Akku beim VANDAL?
Der 36-V-Hauptakku mit 360 Wh (10 Ah) sitzt im Unterrohr des Chromoly-Rahmens, und auch die Kabel laufen im Rahmen. Für mehr Reichweite kannst du optional einen 252-Wh-Flaschen-Akku am Flaschenhalter-Mount montieren.
Passt das VANDAL ins Auto?
In den meisten Fällen ja. Das VANDAL ist kompakt und wiegt 16,8 kg, und laut Fabian passt es ohne Veloträger in jedes Auto. Sattel per Schnellspanner absenken, Flaschen-Akku abnehmen und Lenker querstellen. Kofferräume sind unterschiedlich, also miss deinen nach. Klapp die Rücksitze um und bau bei wenig Platz das Vorderrad aus. Bei sehr kleinen Autos wie einem Smart vorher nachmessen.
Wie schwer ist das VANDAL?
16,8 kg, dank Chromoly-Rahmen. Die maximale Zuladung beträgt 130 kg.
Was ist der Unterschied zwischen dem VANDAL und einem Sur-Ron?
Ein Sur-Ron Light Bee X ist ein Elektro-Offroad-Motorrad: 59 kg, 10 kW, 80 km/h und keine Pedale. Das VANDAL ist ein Velo mit Tretunterstützung: 16,8 kg, 350 W max. (250 W in Europa) und bis 32 km/h (25 km/h in Europa). Es ist für Wege ab der Haustür, die Stadt und den Pumptrack gemacht und passt ins Auto.
Kann man mit dem VANDAL Dirt Jumps fahren?
Ja. Es hat einen Dirt-Jump-Rahmen, MAXXIS-DTH-Reifen und hydraulische Bremsen, und Fahrer nutzen es für Wheelies, Pumptracks und Sprünge. Wer oft und gross springt, dem empfehlen erfahrene Fahrer eine stabilere Gabel als die 80-mm-Seriengabel.
Ist das VANDAL strassenzugelassen?
Die europäische Version (250 W, Unterstützung bis 25 km/h, kein Gasgriff montiert) ist innerhalb der üblichen EU-Grenzen für E-Bikes mit Tretunterstützung ausgelegt. Die Standardversion hat 350 W max., 32 km/h und einen Gasgriff. Die Regeln sind je nach Land und Region verschieden, prüf deshalb die Vorschriften bei dir, bevor du auf öffentlichen Strassen fährst.
Wie weit kommt das VANDAL mit einer Akkuladung?
ONSRA gibt mit dem internen Akku bis zu 80 km mit Tretunterstützung und 30 km mit Gasgriff an. Die echte Reichweite hängt von Fahrergewicht, Gelände und Unterstützungsstufe ab. Der optionale 252-Wh-Flaschen-Akku bringt noch mehr.


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